:42:02
Gut. Aber ich werde lieber eines Lasters
als eines Mordes beschuldigt.
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Beides zusammen passt zu Ihnen:
Lasterhaft und mörderisch!
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Mama, keine vorschnellen Unterstellungen!
Jetzt bleiben nur noch Sie übrig:
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Wo waren Sie gestern Abend, Pierrette?
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Ich machte einen privaten Besuch,
der nur mich etwas angeht.
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Sie sahen Marcel
gestern also nicht?
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Nein!
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Dann sind Sie die Letzte,
die meinen Mann lebend gesehen hat, Louise!
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Kann man mich
des Mordes beschuldigen?
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Ich mag keinen Ärger, lieber sag ich alles.
Tut mir Leid, Mademoiselle Pierrette.
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Als ich den Tee brachte,
war Pierrette im Zimmer.
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Ach, dann haben Sie also gelogen!
Was wollten Sie gestern bei meinem Mann?
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Ich wollte mich mit Marcel unterhalten,
ich war deprimiert.
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Nein.
Wir lachten sogar.
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Und meine Mutter glaubte,
meine Stimme erkannt zu haben. Gute Zeugin!
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Louise, dann hörten Sie die Unterhaltung
zwischen meinem Vater und Pierrette!
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Nein, ich ging mit meinem Tablett
sofort wieder raus.
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Wir redeten kurz,
dann ging ich.
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Ja, das kann ich bezeugen,
sie ging vor dem Küchenfenster vorbei.
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Und hat sie Ihnen da irgendwas gesagt?
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Ich sag alles, um meine Ruhe zu haben!
Mademoiselle Pierrette bat mich,
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nichts von ihrem Besuch zu sagen
und gab mir 10.000 Franc!
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Das bereue ich zutiefst, du Schlampe!
Sie schlafen mit dem ganzen Land!
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Sie schlafen doch mit denselben.
Und die 10.000 Franc gaben Sie mir,
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weil Sie zu Monsieur sagten,
als ich reinkam:
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''Wenn du mir das Geld nicht gibst,
bring ich dich um!'' Das ist nicht wahr!
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Ich sagte: ''bring ich mich um''!
Arme Louise, lhr Wort hat keinen Wert.
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Und Sie sind
nur eine Nutte.
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Ja, das ist mir Aufhören! Wir verlieren
aber lieber. Noch alle den Kopf!